Lumo

Antje Heyn

LUMO basiert auf universellen Prinzipien unserer Existenz: Interaktion und Kommunikation. Tiere, Pflanzen, selbst Atome und Strings (die bislang kleinsten entdeckten Elementarteilchen im Universum) kommunizieren miteinander – sogar unabhängig von Raum und Zeit. Alles steht mit etwas anderem in Verbindung, alles ist voneinander abhängig und alles kommuniziert. Aus der unendlichen Fülle von Möglichkeiten der Interaktion habe ich drei ausgewählt, die ich näher betrachten wollte: die Interaktion zwischen Zeichner und Gezeichnetem, die Beziehung zwischen zwei Charakteren sowie die Verbindung zwischen Denkendem und den Gedanken.

Stopmotion-Animation
Regie∏Direction: Antje Heyn
Quicktime HD∏digiBeta
Musik∏Sound: Peer Kleinschmidt, Linus Nickl
7:29 Minuten
2009

Deutsche Film- und Medienbewertung
Prädikat besonders wertvoll

Am Anfang steht ein Gesicht, gemalt mit einem handelsüblichen Lumo-Stift. In Interaktion zwischen Zeichner und Zeichnung entsteht daraus eine grandiose Spielerei mit Formen, Körpern und kleinen Traumszenen. Und alles ist im Wandel, immer in Bewegung und kann sich von einer auf die andere Sekunde ändern. Dieser fantasievolle Animationsfilm zeigt nicht nur die kreative Ausdrucksweise von Filmemacherin Antje Heyn, sondern auch die Macht der Illusion. Mir nichts, dir nichts wird da aus einem Bären ein Seelöwe, oder das Gesicht eines Piraten verwandelt sich in das Konterfei eines asiatischen Mädchens. Charmant und in einem irrwitzigen Tempo wird dies verpackt und dargestellt – ein animierter fließender Gedankenstrom, erheiternd und strahlend gut.

Der Tanz auf dem weißen Plateau bietet nicht nur ein Maximum an Fantasie, sondern besticht auch und vor allem durch die Qualität seiner Reduktion in der grafischen und malerischen Gestaltung. Und noch mehr: Dies alles geschieht im Einklang mit der musikalischen Untermalung. Ein kleines Meisterwerk, das richtig Freude bereitet!

Filmfest Dresden
Internationales Kurzfilmfestival

Goldener Reiter Animationsfilm

gestiftet vom
Deutschen Institut für Animationsfilm e.V.

Der Film thematisiert den Prozess des Trickfilmzeichnens, des Animierens, des Lebendigmachens einer Figur, einer Szene, die Herstellung der filmischen Illusion, zeigt das Denken und Erzählen mit dem Stift, wie es nur der Trickfilm kann, jenseits aufwändiger Technik und Dramaturgie, ohne große Gesten, charmant und rührend, mit feinem Humor, und doch präzise beobachtet, fein ausgewogen und auf den Punkt. Jede Bewegung sitzt, kein Strich zu viel, keiner zu wenig. Er ist das umwerfend Einfache, das so schwer zu machen ist.

Jury: Franz Winzentsen, Volker Schlecht, Andreas Gläßer

Screenings:
International Festival of Animated Films AniFest, Tschechien 2010
Filmfest Dresden 2010
Berliner Kurzfilmrolle 2010
Contravision International Filmfestival 2010
International Animated Filmfestival Krok, Russland 2010
Sedicicorto International Film Festival Forli, Italien 2010
DOK Festival Leipzig 2010
Diessener Kurzfilmfestival 2010
Bradford Animation Festival, England 2010
International Film Festival ETIUDA & ANIMA, Polen 2010
Euroshorts Film Festival Warschau, Polen 2010
International Animated Film Festival Animateka, Slowenien 2010
International Short Fiction Festival Kalkutta, Indien 2010
Stuttgarter Filmwinter 2011
Tricky Women, Österreich 2011
Regensburger Kurzfilmwoche 2011
Landshuter Kurzfilmfest 2011
on3 Kurzfilmnacht spezial, BR, April 2011
International Short Film Festival Detmold 2011
CUBAneo de Animación, Kuba 2011
backup_ festival Weimar 2011
Kino Babylon Berlin 2011

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Mart Stam Preis

Der Förderpreis der Mart Stam Gesellschaft wurde erstmalig 1997 für die DiplomandInnen der Kunsthochschule Berlin Weißensee ausgeschrieben. Gefördert werden AbsolventInnen, deren Arbeiten sich in ihrer gestalterischen Qualität durch innovativen Charakter oder fächerübergreifende Orientierung auszeichnen. Die sich um den Mart Stam Preis bewerbenden AbsolventInnen der Kunsthochschule werden von einer mit wechselnden, zum großen Teil externen Mitgliedern besetzten Jury beurteilt. Der Mart Stam Preis besteht in der Kostenübernahme einer Dokumentation der Abschlussarbeit sowie der Veranstaltung einer gemeinsamen Ausstellung der ausgewählten Arbeiten an prominenter Stelle in Berlin. Die Dokumentationen werden jeweils in einem Schuber zu einem Katalog zusammengefasst. Bisher sind 14 Kataloge erschienen.

Atelier-Stipendium

Ambitionierte Studentinnen und Studenten, die sich auf ihren Abschluss vorbereiten oder diesen gerade absolviert haben, können mit einem Atelierstipendium unterstützt werden. Die Möglichkeit zur Nutzung eines eigenen Arbeitsraumes soll den erfolgreichen beruflichen Einstieg erleichtern.

Lumo
Antje Heyn