Rie Yamada hat für Familie werden fremder Menschen Fotoalben gekauft und sich in ihren Arbeiten mit zurückliegenden Momenten auseinandergesetzt. Die gesammelten Fotoalben, deutsche wie japanische, enthielten per Prämisse mindestens 50 Aufnahmen, von denen sie Porträts und Situationen auswählte. Durch minutiöse Rekonstruktion der in den Fotografien vorliegenden Details wie Kleidung, Staffage, Gestus und Beleuchtung, inszenierte die Fotografin sich selbst als die dargestellten Personen. Gezielt mal mehr und mal weniger akribisch, organisierte sie so für jedes Foto ihre eigene zu einer unbekannten Identität um. Im Prozess der Werke selbst, wuchsen Yamadas Einsichten in die Wirklichkeit der/des Fremden proportional zu ihrem Verständnis der nachzustellenden Begebenheiten.

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Rie Yamada