being dead

Mode-Design
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Kora Keller nähert sich in ihrer Arbeit „being dead“ einem Thema, dass für die meisten Menschen unseres Kulturkreise tabu ist und doch so sehr zum Menschsein dazugehört wie das Leben insgesamt: der Tod In ihrer sensiblen Auseinandersetzung mit unserer Endlichkeit entwickelt sie als Mode Designerin Ideen für ein anderes Konzept der Totenkleidung und neue Bestattungsmöglichkeiten, die behutsam, leise, zart und durchscheinend den Übergang erleichtern sollen. Die Entwürfe entstanden aus einer intensiven Recherche über die Rituale in verschiedenen Religionen und Nationen und auch in Kenntnis der Notwendigkeiten hinter den Fassaden der Bestattungsinstitute. Sie will denjenigen, die vor den Toren des Todes stehen, ein Gefühl der sicheren Geborgenheit geben, dem toten Körper Würde verleihen, der Leichtigkeit von Tüchern den Vorzug vor schweren Holzsärgen geben. Geleitet von der Motivation dem Dahinscheiden etwas – fast möchte ich sagen – Unbeschwertes, Normales zu verleihen, hat sie ein Boot entworfen, das davon gleiten wird mit dem Verstorbenen. So ungewöhnlich die Auseinandersetzung einer jungen Designerin mit dem Sterben erscheinen mag, die Jury sah in diesem Ansatz und in der ausgearbeiteten Kollektion eine in sich überzeugende Vision für eine gesellschaftliche Alternative zu unseren traditionellen Ritualen und einen Beitrag zur Enttabuisierung des Themas Tod.

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Kora Keller