Zwischen September 2012 und Februar 2013 verbrachte Sebastian Lörscher fünf Monate in Haiti. Er lebte das Leben in der staubigen Millionenmetropole Port-au-Prince und streifte durch das tiefe Nirgendwo des ländlichen Umlands. Er war dort, wo die Armen wohnen und da, wo die Reichen residieren, er feierte Straßenparties bei seinen Freunden im Slum und besuchte die weißen Sandstrände der Karibik. Er tanzte auf Voodoo-Festen und beim Karneval und fieberte mit beim Hahnenkampf. Und überall dort wo er war, hat er gezeichnet. Zurück kehrte er mit sechs prall gefüllten Skizzenbüchern. Aus den etwa 650 Zeichnungen entstand »Haïti Chéri«. Das Buch berichtet über ein Land voller Gegensätze – voll von Wundern, Geheimnissen und kulturellem Reichtum, voll von bitterer Armut, Kriminalität und unlösbar scheinenden Problemen. Es erzählt von jungen Philosophen, hübschen Marktfrauen und den laut dröhnenden Taptap-Bussen, genauso wie von den ansässigen Hilfsorganisationen und den mächtigen Kirchen. Es spricht von der Schönheit im Hässlichen und darüber, warum Haiti trotz gegensätzlicher Prognosen noch lange nicht am Boden ist.

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Haïti Chéri – eine gezeichnete Reportage.
Sebastian Lörscher