Mit der konzeptuellen Modekollektion unter dem Titel 'Audio > Vision' untersucht Stefanie Barz den individuellen Spielraum der kleidsamen Visualisierung von Musik in Form und Farbe, an einem Körper, im Raum. Der Arbeitsprozess gleicht einem Experiment im Selbstversuch, um eine von vielen möglichen Antworten auf die Fragen zu geben – Wie kann man sich von bloßen Tönen inspirieren lassen? Und bereichert die Rezeption von Musik die Kreativität dabei mit neuartigen Ideen?

Im Zuge der intensiven Auseinandersetzung mit dem vielfältigen Thema in der Kunst seit Beginn des 20. Jahrhunderts, findet die Designerin ihren ganz eigenen Weg für die Darstellung einer Übertragung vom Auditiven zum Visuellen und Haptischen. Sie interpretiert einzelne Lieblingssongs nach sowohl intuitiv-assoziativen als auch analytisch-methodischen Gesichtspunkten und bewegt sich damit ständig zwischen Unbewusstem und Bewusstsein. Melodien werden übersetzt in Linien, Rhythmen in Strukturen und Lautstärken in Material- und Farbkontraste. 

Die Befreiung von Konventionen und Kategorien der Tragbarkeit in der Mode, von Trends und von Zielgruppen ist dabei von großer Bedeutung. Der stark von Bildern beherrschte Gestaltungsprozess beim Entwerfen von Kleidung lässt sich auf diese Weise vorab umstrukturieren und neu ordnen. Das Ergebnis ist im Vergleich aller Silhouetten zueinander, die jeweils aus einem anderen Musiktitel entwickelt wurden, für Stefanie Barz selbst eine Überraschung. Die Arbeit ist geprägt vom Anklang ihrer Stimmungen und Emotionen. So wirken die aufwendig gearbeiteten Entwürfe einzeln für sich und vereinen sich doch durch das musikalische Thema und den übergreifenden Einsatz von Kunststoffen, Plissees und flimmernden Moiré-Drucken zum stimmigen Gesamtbild einer ganz persönlichen 'Audio > Vision'.

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AUDIO > VISION
Stefanie Barz