Als Inspirationsquellen für Processes & Plating dienten mir das Restaurant Ernst und die Köche Dylan Watson-Brawn und Spencer Cristenson. Das Ernst ist ein 12-Plätze Restaurant im Berliner Wedding, das 30-Gänge-Menüs serviert. Der Schwerpunkt der Küche liegt auf dem Eigengeschmack der Produkte und der engen Zusammenarbeit mit den Produzenten. Die Gerichte variieren stetig, bedingt durch die langen Menüabfolgen und dem saisonalen Wechsel.

Die Herangehensweise, für einzelne Gerichte Geschirr zu entwerfen, stellte sich damit als ineffizient heraus. So wurde aus der gestalterischen Frage eine paradoxe: „Wie kann ein Geschirr für vielerlei Produkte nutzbar sein, aber trotzdem eindeutig zu einem Gericht und dessen Identität gehören?“ Die Antwort lieferte die Rückbesinnung auf den Vorsatz des Restaurants. Alle Konzentration liegt auf dem Produkt und damit auch auf dem Kochprozess. Die Idee war geboren ein Geschirr in Einbezug der Zubereitung des Essens zu gestalten und Teller und Gefäße zu entwickeln, die sich vordergründig auf die Verarbeitung der Speisen konzentrieren. Dies wird durch die formalen und materiellen Eigenschaften des Geschirrs erhöht und trägt zur Erhaltung der Qualität der Speisen bei.

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Processes & Plating - Neue Strategien zur Gestaltung von Essgeschirr
Max Bellinghausen