<< konnten die »Drive-in-Flats« seinen »kollektivistischen« Intentionen der 20er Jahre kaum gerecht werden. Die Reihenhäuser waren Privatwohnungen für den gehobenen Mittelstand, entsprachen dem Bedürfnis nach individuellem Wohnkomfort.
Dass Stam seinen sozialistischen Idealen eines »menschlichen Funktionalismus« treu geblieben war, erklärt seine Übersiedlung 1948 in die SBZ, die spätere DDR. Unter Stams Leitung wurden die Dresdner Kunstakademie und die »Hochschule für Werkkunst« 1948 zur »Akademie für Bildende und Angewandte Künste« vereinigt. Seine Ziele für eine Reform der Gestaltung waren weit gesteckt und besaßen im Bauhaus den beispielgebenden Schultypus. Stam selbst hatte im Wintersemester 1928/29 als Gastdozent am Dessauer Bauhaus gelehrt. Das Konzept einer Synthese der Künste unter dem Primat der Architektur stieß jedoch auf den Widerstand vieler Vertreter der traditionellen Künste in Dresden. >> |
 |