| << Im Mai 1950 übernahm er das Direktorenamt an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. Seiner kurzen Amtszeit verdankt die Schule eine klare Struktur des Ausbildungssystems, die der Gliederung des Studienganges am Bauhaus entlehnt war. Stams Spielraum für eine Schul- und Gestaltungsreform blieb jedoch von Anfang an eng bemessen. Kulturpolitischer Dirigismus und vor allem aber die Folgen seiner öffentlichen politischen Stigmatisierung als »bürgerlicher Formalist« ließen Stam resignieren. Im Januar 1953 verließ er mit Frau Olga die DDR und kehrte nach Holland zurück, wo er bis 1955 im Amsterdamer Büro von Merkelbach und Elling mitwirkte. Nach mehr als zehnjähriger selbstständiger Arbeit als Architekt zog sich Stam mit seiner Frau in die Schweiz zurück, jahrelang unerreichbar für viele Freunde und Bekannte. Mart Stam starb am 23. Februar 1986 im Alter von 87 Jahren in Goldbach (Schweiz).
Dr. Hildtrud Ebert
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