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Sophia Pompéry :
Eratnac Imetaicsal

Sophia Pompéry untersucht Orte verschiedener kultureller Schichtungen. So re-importierte sie für eine Ausstellung für Kunst im Öffentlichen Raum in Italien einen italienischen Exportschlager. Re-importieren bedeutet zurück bringen, oder rückwärts bringen. Mit akribischer Genauigkeit sang sie „Lasciatemi Cantare“ von Toto Cotugno rückwärts, filmte die Situation und spielte den Film am selben Ort wiederum rückwärts ab, sodass eine zeitliche Spiegelung entstand. Wirkte das rückwärts gesungene Kauderwelsch-Lied auf die Passanten erst eigenartig und befremdlich, so erhält es andersherum abgespielt einen Wiedererkennungswert. Die Wahl eines Liedes aus den 60er Jahren spielt auf die Zeit der italienischen Gastarbeiter in Deutschland und den ersten massiven Italientourismus der Deutschen an. Die hohe Konzentration der Sängerin wirkt tragikomisch, - was sowohl als melancholische Erinnerung an eine Zeit in der es in beiden Ländern wirtschaftlichen Aufschwung gab, als auch als augenzwinkernder Versuch der Anpassung an eine klischeebeladene Vorstellung von Italien gewertet werden kann.